Ladestrom im Mehrfamilienhaus abrechnen
Sobald in Tiefgarage oder Hof mehrere Wallboxen hängen, stellt sich die Frage, wer welchen Strom bezahlt. Ladetracker ordnet jede Ladung über die Ladekarte einer Person oder einem Stellplatz zu. Den Preis legen Sie als Eigentümergemeinschaft, Vermieter oder Hausverwaltung selbst fest. Daraus entsteht für jeden Nutzer eine eigene Abrechnung, ohne Ablesen und ohne Tabellen.
Wallbox-Abrechnung in der WEG: so richten Sie sie ein
- Ladepunkte verbinden: Sie verbinden die Wallboxen mit Ladetracker und ordnen sie in Gruppen, etwa nach Haus oder Tiefgarage.
- Karten ausgeben: Jeder Stellplatz bekommt eine RFID-Karte. Neue Karten lesen Sie direkt an der Wallbox ein, ein monatliches Limit ist möglich.
- Ladevereinbarung anlegen: Für jeden Nutzer legen Sie Preis und Zahlungsweg fest. Der Nutzer bekommt eine E-Mail, registriert sich und hinterlegt seine Rechnungsadresse.
- Abrechnung läuft: Die Rechnungen entstehen automatisch, bezahlt wird per Überweisung oder SEPA-Lastschrift.
Preise nach Baukasten
In jeder Ladevereinbarung kombinieren Sie die Posten, die bei Ihnen anfallen:
- Strom nach Verbrauch, als Preis je kWh oder je Ladevorgang
- regelmäßige Beträge, zum Beispiel eine Wartungsgebühr oder Stellplatzmiete
- einmalige Beträge, zum Beispiel für den Anschluss
Mit Zeitregeln staffeln Sie den Preis nach Uhrzeit oder Wochentag. Das Geld geht an den Zahlungsempfänger, den Sie im Portal anlegen, etwa die Gemeinschaft oder den Vermieter. Für die SEPA-Lastschrift hinterlegen Sie dort IBAN und Gläubiger-ID.
Lastmanagement, damit der Hausanschluss reicht
Laden mehrere Autos gleichzeitig, kann der Hausanschluss an seine Grenze kommen. Mit dem Modul Phase teilen sich die Ladepunkte die maximal zur Verfügung stehende Gesamtleistung. Sie legen fest, wie viel Leistung für das Laden bereitsteht, und Ladetracker verteilt sie auf die Autos, die gerade laden. So können mehr Stellplätze eine Wallbox bekommen, als wenn jeder Ladepunkt seine volle Leistung für sich bräuchte. Welche Leistung bei Ihnen zur Verfügung steht, sagt Ihnen Ihr Elektrofachbetrieb.
Überblick für Verwaltung und Bewohner
Im Portal sehen Sie alle Ladepunkte mit ihrem Status und jede Ladevereinbarung mit offenem Betrag, letzter Rechnung und Status. Jeder Ladevorgang ist mit Beginn, Dauer und Strommenge dokumentiert. Bewohner sehen nach der Registrierung ihre eigenen Ladevorgänge und Rechnungen. So lassen sich Rückfragen mit Zahlen beantworten statt mit Schätzungen.
Vorhandene oder neue Wallboxen
Ladetracker funktioniert mit fast jeder Wallbox, die OCPP 1.6 spricht, auch wenn in der Garage Modelle verschiedener Hersteller hängen. Für die Abrechnung mit anderen Personen empfehlen wir eine Wallbox mit MID-Zähler oder eine eichrechtskonforme Wallbox. Wir prüfen gern, was Ihre Wallboxen mitbringen. Für neue Stellplätze finden Sie bei WallboxCenter eine große Auswahl.
Häufige Fragen zur Wohnanlage
Können Mieter und Eigentümer unterschiedliche Preise zahlen?
Ja. Jede Ladevereinbarung hat ihre eigenen Konditionen. Sie können für jeden Nutzer einen eigenen Preis je kWh, eigene regelmäßige Beträge oder Zeitregeln festlegen.
Können wir mit den vorhandenen Wallboxen starten?
Ja, wenn sie OCPP 1.6 sprechen. Sie tragen die Ladetracker-Adresse in jeder Wallbox ein und legen danach die Karten im Portal an. Das gilt auch, wenn Sie bisher ein anderes Backend nutzen.
Brauchen wir das Modul Phase?
Nur wenn sich mehrere Ladepunkte die maximal zur Verfügung stehende Gesamtleistung teilen sollen. Für die reine Abrechnung reicht Basic.
Was kostet Ladetracker für die Wohnanlage?
Abgerechnet wird je Ladepunkt. Alle Preise netto zzgl. 19 % MwSt.:
- Basic: 7 € pro Monat (8,33 € inkl. MwSt.), als Jahreslizenz im Voraus berechnet
- Einrichtung: einmalig 99 € (117,81 € inkl. MwSt.)
- Phase, wenn Sie Lastmanagement brauchen: einmalig 25 € (29,75 € inkl. MwSt.)